Wir Wollen Wohnen

Wir Wollen Wohnen: Das Freiburger Syndikat

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Sonntag, 27. Februar 2011
Mietsyndikat Zusammenfassung
Mietshäuser Syndikat - Modell
Wir (Hausbesitzverein) und das Syndikat gründen eine „Hausbesitz-GmbH“ , diese GmbH kauft das Haus. Die beiden Gesellschafter der GmbH (Hausbesitzverein und Syndikat) haben jeweils eine Stimme und müssen jeweils etwa die Hälfte des GmbH Grundkapitals von Insgesamt 25000,-€ , jeweils also 12500,-€, aufbringen.
Grund: Da immer beide Stimmen zum Verkauf des Hauses gebraucht werden, kann es niemals aus dem Mietersysndikat entzogen werden um kapitalistischen Zwecken o.ä. zu dienen.

Damit aber das Selbstbestimmungsrecht der MieterInnen nicht von dieser „Kontrollorganisation“ ausgehebelt werden kann, ist das Stimmrecht des Mietshäuser Syndikats auf wenige Grundlagenfragen beschränkt .
Auch zu erwähnen ist, dass viele Einzelpersonen dem Syndikat in Form einer Geldeinlage von 250,-€ oder mehr dem Verein Mietshäuser Syndikat beistehen, damit dieser Verein Infrastruktur, Stammkapitaleinlagen, Öffentlichkeitsarbeit etc. des Mietshäuser-Syndikat finanzieren kann.


Wo kommt das Geld her?
Direktkredite:

Vorhanden ist ja nun schon das Kapital der Hausbesitz-GmbH von 25.000,-€, das reicht aber nicht für ein Haus, also ist der Grundgedanke das restliche Geld von Freunden und Bekannten über „Direktkredite“(Kredite, die direkt von den Leuten per Kreditvertrag und nicht über die Banken laufen um Bankkosten und andere Nachteile der Banken zu verhindern).
Die Direktkreditmodalitäten wären:
• Kreditbetrag (ab 1.000 EUR)
• Zinsen (unverzinst bis max. 2% p.a.)
• Kündigungsfrist und Laufzeit (ab 6 Monate)


Solidarfonds:
Wenn die Finanzierung des Hauses über die Direktkredite nicht gänzlich zu decken ist, besteht die Möglichkeit aus diesem Fonds eine Kreditspritze zu bekommen.
Der Solidarfonds wird von den älteren und inzwischen fertig finanzierten Syndikats-Häusern per Quadratmeter-Cent (0,25€/qm) als Solidarbeitrag gefüllt. Jedoch muß davon auch die Infrastruktur, Stammkapitaleinlagen etc. des Mietshäuser-Syndikat finanziert werden.

Bankkredite:
„Geld – das gibt es bei allen guten Banken und Sparkassen.“ Aber: Erstens treiben Bankkreditzinsen die Mieten weit in die Höhe. Zweitens leiht die Bank in der Regel nur einen Teil der Investitionskosten und setzt voraus, dass der andere Teil als Eigenkapital vorhanden ist, nicht nur die mageren 25.000 EUR Stammkapital. Quelle Syndikats Webseite
Im Klartext heißt das, das nur die Hälfte der Kauf-/Investitionskosten von der Bank im Notfall geholt werden können. Und das zu hohen Zinsen.

Wie wird man Syndikats-Projekt?
Kontaktaufnahme, telefonisch, per E-mail oder Post. Es folgen ein oder mehrere Treffen. Begleitung der Gruppe entweder von bestehendem Syndikatsprojekt in der Nähe oder von Syndikat oder beides. Danach erfolgt Konzepterstellung mit Finanzierungplan. Über eine Beteiligung entscheidet eine Mitgliederversammlung (MV), auf der sich die Gruppe vorstellt. Die MV findet etwa 3 x im Jahr an wechselnden Orten statt. Quelle Syndikats Webseite

Folgende Kriterien müssen erfüllt, bzw. vorhanden sein, bevor sich die Gruppe auf einer MV vorstellen kann:
1. Mitgliedschaft im Syndikatsverein
2. ein konkretes Objekt
3. ein Finanzierungsplan und eine ausführliche Beratung durch das Syndikat
4. eine kurze Chronologie, was bisher geschah und ein vorläufiger Zeitplan, wie es weitergehen soll.

...also Leute, los gehts!!!

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